Die Projektinhalte

Ein Überblick über die Vorgehensweise des Projekts


Projektinhalte

Die Entwicklung des Bildungsmoduls zum Umgang mit außergewöhnlichen wasserbezogenen Naturgefahren für die Feuerwehr (BiWaWehr) erfolgt anhand der nachfolgend beschriebenen Arbeitspakete, die im Wesentlichen aufeinander aufbauen.

Arbeitspaket 1: Bedarfsermittlung

Im Rahmen des Arbeitspakets 1 erfolgt eine Bedarfsermittlung, in der zunächst die Erfahrungen der Projektpartner bezüglich der Ausbildung bzw. des Umgangs der Feuerwehren im Umgang mit Hochwasser und Starkregenereignissen zusammengetragen werden. Ferner werden zur Bedarfsermittlung länderübergreifende Befragungen ausgewählter Feuerwehren zu Einsätzen bei Hochwasser- und Starkregenereignissen durchgeführt. Die Befragungen erfolgen standardisiert sowohl mit Online-Fragebögen als auch anhand von Interviews vor Ort. Aus der Expertise der Projektpartner und den Befragungsresultaten der Feuerwehren werden Defizite im Umgang mit seltenen Hochwasser- und Starkregenereignissen abgeleitet und Schlussfolgerungen für die inhaltlichen Schwerpunkte des Bildungsmoduls abgeleitet.

Arbeitspaket 2: Inhaltliche Umsetzung

Auf Grundlage der Ergebnisse des Arbeitspakets 1 werden die Inhalte des Bildungsmoduls konzipiert und ausgearbeitet. Als wesentliche Themenschwerpunkte sind u.a. der Klimawandel, das Hochwasser- und Starkregenrisikomanagement, die Alarm- und Einsatzmaßnahmen sowie die Verbesserung der Kommunikation der Akteure vorgesehen.
Dabei werden die Bildungsmodulinhalte bedarfsgerecht an die jeweiligen Zielgruppen (Führungsebene, Mannschaftsebene, Technische Ausbildung) angepasst. Neben der inhaltlichen Ausgestaltung des Moduls wird ein didaktisches Lehrkonzept entwickelt. Durch den Einsatz aktivierender Lernformen und digitaler Medien sollen insbesondere die Möglichkeiten des Selbststudiums und eine gesteigerte Lernleistung der Teilnehmer gewährleistet werden.

Arbeitspaket 3: Praktische Umsetzung

Arbeitspaket 3 widmet sich der praktischen Umsetzung des Bildungsmodulentwurfs durch testweise Anwendungen ausgewählter Modulinhalte (Vor-Ort-Schulungen, Seminare, Gruppenarbeiten, etc.). Die Anwendung des Bildungsmoduls erfolgt auf verschiedenen administrativen Ebenen (Land, Kreis und Kommune) und richtet sich an unterschiedliche Zielgruppen (Führungs- und Mannschaftsebene). Im Anschluss an die Anwendung des Bildungsmoduls erfolgt eine Evaluierung durch die Teilnehmenden mittels standardisierter Fragebögen, bei der die inhaltliche und didaktische Konzeption des Bildungsmoduls bewertet werden soll.

Arbeitspaket 4: Optimierung

Bei dem Arbeitspaket 4 werden die Ergebnisse der Evaluierung genutzt, um das Bildungsmodul hinsichtlich seiner inhaltlichen und didaktischen Konzeption zielgruppenspezifisch zu schärfen und zu optimieren. Die Verbesserungsvorschläge der Teilnehmer werden im Anschluss bedarfsgerecht in das Bildungsmodul eingearbeitet. Durch die Optimierung des Moduls soll insbesondere sichergestellt werden, dass sich das Modul anwendungstauglich in die bisherige Ausbildung der Feuerwehren integrieren lässt.

Arbeitspaket 5: Übertragbarkeit

Im Arbeitspaket 5 werden die verschiedenen Organisationsstrukturen der Feuerwehren und Katastrophenschutzeinheiten in den verschiedenen Bundesländern untersucht und analysiert, um darauf aufbauend eine bundesweite Anwendung des Bildungsmoduls zu ermöglichen. Für eine weitere Verstetigung soll das Bildungsmodul als E-Learning-Komponente weiterentwickelt werden, die auch nach Projektende standortunabhängig anwendbar und nutzbar ist. In einem letzten, perspektivischen Schritt der Verstetigung wird darauf hingewirkt, dass das Bildungsmodul in die Feuerwehr-Dienstvorschrift 2 aufgenommen wird, sodass von Seite der Bundesebene eine Handlungsempfehlung für die Anwendung auf Länderebene gegeben ist.